Der vordere Kreuzbandriss ist eine sehr häufig auftretende Krankheit beim Hund. Im Gegensatz zum Menschen, bei welchem häufig sportliche Ursachen zu suchen sind, ist eine solche Vorgeschichte beim Hund selten zu finden. Es wird davon ausgegangen, dass permanente Kräfte, welche am vorderen Kreuzband wirken, dieses langsam ausfransen und später reißen lassen.
Das Gewicht, Muskulatur und die Größe des Tieres spielen hierbei eine große Rolle.

 

Symptome:

  • Anlaufschwierigkeit, Hund läuft sich ein
  • Entlastung der Hinterhand
  • Hund berührt den Boden mit der Hinterhand kaum, tippt mit dem Fuß  immer kurz auf, steht gerade einmal mit den Zehen
  • Bei einem Abriss kommt es zu stärkeren Lahmheiten
  • Bein wird im Sitzen weggestreckt


Der Tierarzt kann mit Hilfe des so genannten Schubladen-Test eine abnorme Beweglichkeit im Kniegelenk feststellen. Hier lässt sich der Unterschenkel bei der Untersuchung deutlich nach vorne (beim Riss des vorderen Kreuzbands) oder nach hinten (beim Riss des hinteren Kreuzbands) schieben. Bei älteren oder auch großen Hunden mit kräftiger Muskulatur kann der Test negativ verlaufen.

Bei Hunden unter 10-15 kg Körpergewicht, ist eine konservative Therapie häufig erfolgreich. Diese basiert auf einer 6 wöchigen absoluten Ruhigstellung des Kniegelenks, medikamentösen Unterstützung, Entspannung der überbelasteten Muskulatur durch Fehlhaltung als auch einer Gewichtsreduktion bei Übergewichtigen Tieren.

 

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© Tierphysio Bianca Gesellgen