Der Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei dem Teile der Bandscheibe in den Rückenmarkskanal oder Spinalnervenkanal vortreten.

Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbeln und dienen als „Stoßdämpfer“ um die Elastizität der Wirbelsäule zu gewährleisten. Sie bestehen aus einem Ring aus Bindegewebe und einem Gallertkern. Bei einem Bandscheibenvorfall reißt entweder der Bindegewebsring und der Gallertkern drückt direkt auf das Rückenmark, oder es kommt zu einer Bandscheibenprotrusion/Bandscheibenvorwölbung, bei welcher der Bindegewebsring  seine Festigkeit verliert und der Gallertkern sich nach oben in Richtung Rückenmark drückt. Der Riss des Bindegewebsrings ereignet sich meist von einem auf den anderen Moment und geht oft mit einer starken Schwellung einher. Dadurch erhöht sich der Druck auf das Rückenmark, während beim zweiten Typ der Druck allmählich steigt und das Rückenmark sich in Grenzen daran „gewöhnen“ kann.

 

Symptome:

 

Schmerzhaft / empfindlicher Rücken, Störungen der Koordination bis hin zu vollständigen Lähmungen.

Diagnostiziert wird der Bandscheibenvorfall durch Röntgenaufnahme, CT oder MRT. Je nach Schweregrad wird Ihr Tierarzt, oder die Tierklinik die Therapiemethode mit Ihnen gemeinsam abstimmen.

Ein Bandscheibenvorfall ersten und zweiten Grades kann noch ohne Operation in den Griff bekommen werden. Dazu wird strenge Käfigruhe bis zu zwei Wochen verordnet. Die Ruhe ist die entscheidende Maßnahme bei der Behandlung. Wird sie nicht eingehalten, kann es zur Verschlimmerung des Vorfalls kommen. Nach der Käfigruhe darf der Hund auf keinen Fall springen oder Treppen steigen! Das bedeutet kurze Spaziergänge an der Leine und physiotherapeutische Übungen. Hunde mit einem Bandscheibenvorfall dritten und vierten Grades müssen operiert werden.

In beiden Fällen ist eine begleitende Physiotherapie sowohl bei konservativer, als auch bei operativer Behandlung angebracht und erforderlich.

 

 

 

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© Tierphysio Bianca Gesellgen